Stadtsporthalle: Wir wollen wissen, wie es dazu kommen konnte

Die Probleme mit dem Kraftsportraum in der neuen Stadtsporthalle beschäftigen die Espelkamper Politik seit Monaten. Für die SPD/UA-Fraktion ist dabei eine entscheidende Frage noch immer nicht beantwortet: Wie konnte es überhaupt dazu kommen, dass der ursprünglich für den Kraftsport vorgesehene Raum am Ende nicht wie geplant genutzt werden kann?

Deshalb haben wir bereits im März Akteneinsicht in die Unterlagen zum Neubau der Stadtsporthalle beantragt. Diese Akteneinsicht hat für uns nicht weniger, sondern weitere Fragen aufgeworfen.

Wir wollen unter anderem wissen:

Wann war innerhalb der Verwaltung erstmals bekannt, dass im Kraftsportraum mit Hanteln bis zu 300 Kilogramm trainiert werden sollte? Welche Anforderungen an die Bodenkonstruktion waren zu welchem Zeitpunkt bekannt? Welche Ausführungsplanung war ursprünglich vorgesehen? Welche Änderungen wurden später vorgenommen – und wer hat sie veranlasst und freigegeben?

Besonders wichtig ist für uns außerdem die Frage nach der politischen Information.

Nach unserer Akteneinsicht wollen wir nachvollziehen, warum die zuständigen politischen Gremien nicht bereits im Sommer 2025 über Änderungen oder sich abzeichnende Probleme informiert wurden. Dazu gehören der damalige Arbeitskreis Sportstätteninfrastruktur ebenso wie Sportausschuss und Stadtentwicklungsausschuss.

Deshalb haben wir im August ein umfangreiches Auskunftsverlangen gestellt und zugleich weitere Akteneinsicht beantragt. Wir wollen sämtliche relevanten Unterlagen aus dem Zeitraum Juni 2025 bis Juni 2026 einsehen – darunter Schriftwechsel, Aktenvermerke, Planungsstände, Unterlagen zu Änderungen der Ausführungsplanung und zur Prüfung technischer Alternativen.

Uns geht es dabei ausdrücklich um eine vollständige Aufklärung des tatsächlichen Ablaufs. Erst wenn dieser feststeht, kann seriös bewertet werden, wie es zu den Problemen gekommen ist und welche Verantwortung daraus folgt.

Die inzwischen diskutierte Unterbringung des Kraftsports im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus in Fabbenstedt ändert daran nichts. Aus unserer Sicht ist diese Lösung kein gleichwertiger Ersatz für einen funktionierenden Kraftsportraum in der neu gebauten Stadtsporthalle.

Gerade weil für die Stadtsporthalle viel öffentliches Geld investiert wurde, müssen die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen können, welche Entscheidungen getroffen wurden und warum.

Wir bleiben deshalb dran und werden über die Ergebnisse unserer weiteren Akteneinsicht und die Antworten der Verwaltung informieren.